Sie fragen sich, was den Landhausstil genau ausmacht? Dann haben wir hier die Antwort für Sie – von charakteristischen Materialien bis zur Formensprache.
Materialien: In diesem Punkt geht nichts über Natur pur. Holz ist sozusagen allgegenwärtig und sorgt mit sichtbarer Maserung für Bodenständigkeit. Beliebt sind vor allem helle Holzarten, die obendrein meist ein gekalktes Finish erhalten. Der sogenannte White-Wash wird aber nur lasierend aufgetragen, um die Struktur darunter zu betonen. Zum Holz kombiniert man Textilien aus Leinen und Baumwolle, dazu Teppiche und Körbe aus Sisal, Korb und Rattan. Naturstein, Keramik und Leder komplettieren die Riege an Landhaus-Materialien, wobei vereinzelte Metall-Elemente mit matter Oberfläche als Blickfang dienen können.
Farben & Muster: Die Farbwelt des Landhausstils verspricht die reine optische Entschleunigung. Töne wie gebrochenes Weiß, Creme, Elfenbein, Sand und helles Grau hinterlassen einen sanften Eindruck. Ob untereinander oder mit femininem Pastell, diese Naturnuancen lassen sich harmonisch kombinieren. Dazu kommen duftige Blumenmotive, während es mit Streifen etwas frischer wirkt.
Formen: Eine gewisse Verspieltheit lässt sich bei Landhausmöbeln nicht abstreiten. Die Schlichtheit der Materialien wird konterkariert durch die detailverliebte Ausführung. Landhausmöbel sind häufig gedrechselt, mit Kassettentüren ausgestattet und liebevoll mit Ornamenten verziert.
Oberflächen: Ganz so zuckersüß-lieblich, wie er auf den ersten Blick aussieht, ist der Landhausstil gar nicht. Das beweist er bei den Oberflächen-Finishes, die möglichst naturbelassen und rustikal sein sollen. Seine raue Seite zeigt der Country-Chic mit gewollten Gebrauchsspuren. Dieser Used-Look erweckt den Anschein, als seien die Landhausmöbel bereits seit Generationen in Verwendung. Sanft ausgeblichene Farben und oxidiertes Metall tragen ebenfalls zum Shabby-Chic bei.
Regionale Ausprägungen des Landhausstils
Auch wenn wir von „dem“ Landhausstil sprechen – den einen gibt es streng genommen gar nicht. Stattdessen haben sich mehrere geografische Unterarten entwickelt. Der englische Landhausstil wird oft als der Klassiker angesehen. Dabei ist er in sich selbst schon vielseitig, deckt sowohl den altehrwürdigen Stil des Landadels als auch das kuschelige Cottage ab. Charakteristisch sind jedenfalls dunkle Holzmöbel, Shabby-Chic und gemusterte Stoffe. Mediterran interpretiert man den Landhausstil in Frankreich und Italien. Denken Sie einfach an einen Bauernhof in der Provence oder Toskana! Schon haben Sie Terrakottafliesen, frische Blautöne und weiß getünchte Wände vor Augen. In Mitteleuropa machen sich hingegen alpine Einflüsse bemerkbar. Felle auf dem Holzdielenboden, Vichy-Karos und das eine oder andere Geweih dürfen im Alpen-Chalet nicht fehlen. Sogar einen amerikanischen Landhausstil gibt es, angelehnt an das britische „Original“, jedoch dunkler mit Rot, Oliv und Gelb und schweren, massiven Landhausmöbeln. Wollen Sie den Landhausstil etwas „entstauben“? Das gelingt am besten mit der modernen bzw. skandinavischen Auslegung: klarere Formen, einfacher, reduzierter, unperfekt und „raw“.
Kennen Sie das Gefühl von Nostalgie, der Sehnsucht nach der guten alten Zeit? Dann ist der Landhausstil genau der richtige Wohnstil für Sie. Die freundlichen Farben, natürlichen Materialien und die ursprüngliche Anmutung holen die Unbeschwertheit vergangener Tage aus dem Dornröschenschlaf. So gemütlich und heimelig wie in Omas guter Stube, aber immer verbunden mit einer traditionellen Eleganz: So beschwören Landhausmöbel eine romantische Vorstellung des Landlebens von einst herauf. Im Landhausstil wird das Zuhause zur heilen Welt. Hier in der Nähe zur Natur scheinen die Uhren ein bisschen langsamer zu ticken – und genau das macht diesen Look auch heute noch so aktuell. Doch keine Sorge, wenn Sie nicht das Glück haben, echte Antiquitäten geerbt zu haben. Mit unseren Landhausmöbeln können Sie sich das Country-Flair ganz einfach in Ihre vier Wände holen.